Ausdruckstanz ist 2014 ins Verzeichnis zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen worden.

Ausdruckstanz vereint Körper Geist und Seele und bringt die Persönlichkeit zum Vorschein. Er ist als Gegenbewegung zum klassischen Ballett im 19. Jahrhundert entstanden und zeigt sich in natürlichen Bewegungen, die sich der gesamten Bandbreite der Gefühle, Entwicklungen, Geschichten, Worte, Musik, Rhythmen und Bewegungsmöglichkeiten bedient.

Ich empfinde es als eine immense Freiheit mein künstlerisches Ausdrucksbedürfnis so vielfältig leben zu können und bin Gott sehr dankbar für meine Talente. So versuche ich auf meine Weise die „Farben der göttlichen Liebe“ sichtbar und erlebbar werden zu lassen, dem Licht Gottes in dieser Form Raum zu geben und unsere Herzen zu berühren. Für mich persönlich ist mein Tanz z.B. eine kleine Geschichte, ein Tanztheater oder ein Gefühl in vielerlei Aspekten beleuchtet, eine Entwicklung,… auf der tieferen Ebene auch ein Glaubenzeugnis dies nicht allein von mir aus zu können, sondern durch Gottes Geschenk des Lebens dazu geworden zu sein. Durch viele Höhen und Tiefen des Lebens fühle ich mich getragen in Gottes Hand und mit diesem bewegungsfröhlichen Körper und der Musikalität sehr glücklich und reich beschenkt.

Jeder Tanz bekommt einige Sätze zur Einführung, sodass mein Publikum mitempfinden kann worum es mir geht. Die Texte schreibe ich zum Teil selbst oder mit Katharina Eham aus Miesbach.

 

Verherrlicht Gott in Eurem Leib! Paulus 1 Kor 6, 20

 

 

Mein Schlüsselerlebnis war vor etwa 18 Jahren, als ich nach Ende einer kleinen Kulturveranstaltung schon im privateren Rahmen eine Tanzimprovisation mit einigen noch vor sich hin trommelnden Frauen begann. Dabei zog ich die Nase einer peruanischen Künstlerin aus „Spaß“ lang, etwa mit 3 Meter Entfernung (mein Daumen zwischen Zeigefinder und Mittelfinger gesteckt, wie man es für Kinder macht) und tanzte damit durch den Raum. Als Schlusspointe tanzte ich, die lange Nase wäre ein Gummiband, das ich mit meiner Hand als Schere abschnitt. Dabei ließ ich mich rückwärts zu Boden fallen, sicher wieder 3 Meter entfernt von der Künstlerin. Doch in diesem Moment bekam sie Nasenbluten!!!

Seit dem achte ich sehr darauf was ich tanze, tue, spreche und denke, vermeide Ironie oder negative Formulierungen. Wir Menschen können sehr kraftvoll Positives bewegen, wenn wir uns dazu entschließen!

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden ….